Es ist nicht das erste Mal, dass sich Ute die Reize eines sehr kalten Landes als Rahmen für ihren Geburtstag aussucht. Zu ihrem 50. waren wir in Island. Zu ihrem 55 sind wir Kanada, am 18. Februar; klar im Winter!! Ich bin mal gespannt wo wir ihren 60. feiern werden.
Heute haben wir Ursula und Ken verlassen und machten auf unserem Weg nach Jasper in den Rocky Mountains einen kurzen Stop bei meinem alten Freund Holger. Nur 30 Minuten, mehr ging leider nicht, weil er sehr krank ist, aber für uns beide war dieses kurze Wiedersehen nach 55 Jahren sehr besonders.

Vom Halfmoon Lake in die Rocky Mountains nach Jasper sind es knapp 400 Km. Das war unser längster Tagesabschnitt. Und er war nicht immer leicht zu fahren. Auf Dreiviertel der Strecke haben wir echtes Winterfahren mit Schnee erlebt. Uns entgegenkommende Trucks wirbelten so viel Schnee auf, dass wir einige Sekunden praktisch blind fuhren. Lenkrad festhalten und hoffen das alles gut geht. 100 Kilometer vor den Bergen wurde es dann besser. Zum Glück, denn so öffnete sich der Himmel und gab die Sicht auf die Berge frei. Die Rocky Mountains ähneln den Alpen und doch hat die Landschaft einen völlig anderen Charakter. Denn hier leben keine Menschen. Es gibt keine Dörfer und keine Bauern, die die Täler oder die Hangwiesen bewirtschaften würden. Dadurch wirkt es wilder, es ist tatsächlich unkultivierter und unberührter. Schön.

Am Strassenrand entdeckten wir bald eine Herde Wapitis. Das sind Tiere, größer als die uns bekannten Rothirsche. Die Kanadier nennen sie Elks. Nicht zu verwechseln mit den Moose, die wir Elche nennen. Verstanden?

Stolz waren wir, das unser Auto endlich „kanadisch“ aussah, nämlich richt eingesaut. 😜