Wintercamping

Der Tag begann grau und er blieb  (zunächst) grau. Nicht silbern, sondern einfach grau. Also beschränkten wir uns auf kurze Spaziergänge und verbrachten mal eine ganze Weile im Van.  Das ist dann mal eine Gelegenheit über das Wohnen im Akubeba im Winter zu berichten.

Wir sind erstaunt wie gut das geht! Die Nächte kühlen bis auf 12 Grad Minus ab und tagsüber sind es um die Null, wo die Sonne direkt scheint auch schon mal wärmer. In unserem „Tiny House“ fühlen wir uns jederzeit wohl. Die Dieselheizung hält den Raum meist gut temperiert, nachts kühlen wir auf ca. 16 Grad runter und am Morgen wieder hoch. Ute und ich haben jeweils unsere gemütlichen Aufenthaltsplätze und kommen uns so selten in die Quere. Klare Aufteilung und Ordnungsregeln sind wichtig in so einem kleinen Raum. Nicht zu vergessen, im Winter ist er tatsächlich sehr viel kleiner, als im Sommer. Die Türen müssen zu gehalten werden, ein Ausweichen auf die Freiheit draussen ist nicht möglich.

Aber es muss der ehrlichkeitshalber auch bemerkt werden, dass es Probleme gibt. So ist es tatsächlich so, dass der Abfluss im Bad zufriert, wenn wir Abends bei mehr als Minus 6 Grad Wasser abfliessen lassen. Da war ich überrascht. Nun ja, die Welt geht trotzdem nicht unter, denn man kann einen Abend schon mal auf den Abfluss verzichten.

Der Van ist insgesamt gut isoliert, insbesondere hinten das Bett. Kältebrücken sind der Tischfuss, die Schiebetür und die „Fahrerkabine“ mit Türen und grosser Scheibe.

Dennoch: gefroren haben wir nie!! Und wir haben uns jeden Tag auf die wohlige Wärme und Gemütlichkeit im Akubeba gefreut. Fazit: Das war definitif nicht unser letztes Wintercamping.

Der Abend hatte dann doch noch eine Belohnung für uns. Ein Himmel, so bunt und schön, wie wir ihn selten gesehen haben.